Archiv für den Autor: Jonas Muschiol

Stand der sprachlichen Entwicklung sollte sich auch in Terminologiedatenbanken spiegeln

Stand der sprachlichen Entwicklung sollte sich auch in Terminologiedatenbanken spiegeln

Um mit der Zeit zu gehen und auf dem Stand der gegenwärtigen sprachlichen Entwicklung von genderneutraler Sprache in der Gesellschaft und im Unternehmen zu sein, müssen über die Jahre gewachsene Terminologiebestände ergänzt werden. Da es an einheitlichen sprachlichen Lösungen mangelt, gibt es auch für die Abbildung von genderneutraler Sprache in Terminologiedatenbanken kein einheitliches Vorgehen oder gar Empfehlungen. Wir bieten Kunden eine pragmatische, für ihre Bedürfnisse dennoch passende Best-Practice-Lösung – ganz ohne Emotionen und gesellschaftliches Outing.

Im Rahmen des 10. Deutschen Diversity-Tags der Charta für Vielfalt am 31.5.2022 beteiligen wir uns mit einem 30-minütigen Webinar als öffentlichem Aktionsbeitrag. Im Rahmen des Webinars werden pragmatische Lösungen zur Umsetzung von gendergerechter Sprache in Terminologiedatenbanken vorgestellt.

Im Sommer 2022 folgt ein Workshop bei dem Terminolog_innen und anderen interessierten Parteien eine Best Practice vermittelt wird, wie Terminologiebestände der gegenwärtigen sprachlichen Entwicklung angepasst werden können. Natürlich bieten wir Kunden auch jederzeit als Dienstleistung an ihre Terminologiebestände auf entsprechende Begriffe hin zu prüfen und diese, wo sinnvoll und angebracht, zu aktualisieren.

Künstliche Intelligenz braucht Terminologie!

Künstliche Intelligenz braucht Terminologie!

Die DGI als Fachgesellschaft und ihre Mitglieder sind an Entwicklung und Umsetzung von KI direkt oder indirekt beteiligt. Sowohl die Arbeitsplätze im Informationsbereich als auch das private Umfeld sind unmittelbar betroffen.

Der Begriff „Künstliche Intelligenz“ (en „artificial intelligence“, fr „intelligence artificielle“) steht für die Nutzung fortgeschrittener IT-Verfahren, wie das maschinelle Lernen, die sachlich-sprachliche Zusammenhänge analysieren, daraus Situationen selbstständig erkennen und Probleme lösen können. KI ihrerseits verwendet sprachgestützte Interfaces zur Kommunikation zwischen Mensch und Maschine.

Terminologie als planmäßige Sichtung, Entwicklung und Bereitstellung von Begriffen kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu, weil sie in besonderer Weise geprüfte und sachlich zutreffende Daten bereitstellt.

Insbesondere im Bereich der Fachkommunikation kommt es auf eindeutige begriffliche Grundlagen an. So drückt sich auch die Entwicklung von KI in den terminologischen, begrifflichen, sprachlichen Fassungen aus, die in der wissenschaftlichen und öffentlichen Kommunikation über KI ihre Rolle spielen. Systematische Terminologiearbeit dient also auch dem Selbstverständnis der KI und kann aus dem sich im Laufe der Jahre verändernden Begriffsverständnis die erfolgte Entwicklung aufzeigen. Eine effektive Fachkommunikation innerhalb der interdisziplinären KI-Gemeinschaften aus Entwicklern und Anwendern ist deshalb nur mit einer sorgfältig angewendeten Fachsprache gewährleistet.

Quelle:
Positionspapier der DGI-Fachgruppe AKTS

Die Tagungssaison 2017 ist abgeschlossen

Die Tagungssaison 2017 ist abgeschlossen

Vortragsfolien zu den beiden Vorträgen Stammdaten- und Terminologiemanagement – eine glückliche Ehe zusammen mit Dino Ferrari anlässlich der Tekom Jahrestagung 2017 in Stuttgart, und Translation of Taxonomies zusammen mit Silvia Giacomotti und Dr. Annette Weilandt anlässlich des Taxonomy Boot Camp 2017 in London können unter „Vorträge“ heruntergeladen werden.

Terminology Summer School 2017

Terminology Summer School 2017

5 Tage ging es vom 10.-14.7.2017 in den Räumen des Instituts für Informationsmanagement der Technischen Hochschule rund um das Thema Terminologiemanagement. Seit über 20 Jahren findet dieser einwöchige Kurs bereits statt und zieht Studenten sowie bereits im Berufsleben stehende Teilnehmer aller Altersgruppen aus der ganzen Welt an. Inzwischen eine feste Institution in der Welt der Terminologie, die nicht mehr wegzudenken ist. In diesem Jahr waren es 55 Teilnehmer aus 19 Ländern weltweit (Infografik). Ein also in der Tat internationales Ereignis. Aber nicht nur die Teilnehmer sind international, auch der Lehrkörper ist international besetzt. Namhafte europäische Hochschulprofessoren und Experten aus der freien Wirtschaft kommen hier zusammen und geben ihr Wissen weiter. Neben viel Theorie, gibt es auf der Terminology Summer School auch immer viel Praxis, so sind Teilnehmer aufgerufen eigene Projekte zu präsentieren und nach und vor den Vorlesungen gibt es täglich Workshops. Im Rahmen des täglich stattfindenden Terminologenfrühstücks werden aktuelle Themen praktisch durch Übungen vertieft. Eine bessere Vorbereitung auf die Prüfung zum ECQA Certified Terminology Manager gibt es nicht. Die Teilnahme an der TSS qualifiziert direkt für die Zulassung zur Prüfung.

Ich freue mich schon auf die TSS2018, die wieder in Wien stattfinden wird. Es macht großen Spaß hier zu unterrichten. Und die Stimmung ist so unglaublich gut, da möchte sogar ich selbst nochmals gerne Student sein.
Dank an Blanca Nájera und Anja Drame, die diesen Kurs seit Jahren organisieren und mit Ihrem persönlichen Engagement einen sehr großen Anteil an dieser großartigen Veranstaltung haben.

Bürob3 erneut Gastgeber der ETUG

Bürob3 erneut Gastgeber der ETUG

Vom 21. bis 23. Juni 2017 war Nürnberg erneut Veranstaltungsort der ETUG (European Trados User Group).
Wieder fanden sich 52 Teilnehmer aus 10 Ländern ein und tauschten sich mit Best Practices über die SDL-Produkte SDL Studio, SDL Multiterm, SDL Groupshare und SDL Worldserver aus. SDL, die mit 7 Mitarbeitern aus den Bereichen Client Services, Support und Produktmanagement vertreten waren gaben einen Ausblick auf anstehende Produktneuerungen und nahmen Stellung zu von den Teilnehmern im Vorfeld eingegebenen Produktwünschen und -anforderungen.

Der Besuch des Memoriums, ein Vortrag von Dr. Theodoros Radisoglu zum Thema „Rolle der Übersetzer und Dolmetscher während der Nürnberger Prozesse“, ein Spaziergang durch die Lorenzer Altstadt mit anschließendem Abendessen bei bestem Sommerwetter in einem Biergarten bildeten das informelle Rahmenprogramm dieser drei Tage.

Die ETUG besteht seit 2002 und trifft sich in der Regel jährlich zu einer zweitägigen Tagung, welche für zwei Jahre von einem Mitglied ausgerichtet wird. Im Jahr 2018 wird die ETUG in Düsseldorf stattfinden.

Weitere Informationen zur ETUG und die Möglichkeiten einer Teilnahme und Mitgliedschaft finden Sie in der SDL Community.

Beate Früh neues Mitglied des Executive Committee von TermNet, Wien

Beate Früh neues Mitglied des Executive Committee von TermNet, Wien

Anlässlich der diesjährigen Jahresversammlung von TermNet (International Network for Terminology ) am 30.1.2017 wurde Beate Früh als neues Mitglied ins Executive Committee von TermNet gewählt. Sie ersetzt das langjährige Mitglied Lola Bendana, Direktorin der Multi-Languages Corporation aus Kanada. Als Dienstleisterin im Bereich Terminologiemanagement bringt Beate Früh jahrelange praktische Erfahrung aus zahlreichen Terminologieprojekten in der freien Wirtschaft mit und ergänzt somit Rodolfo Maslias (Leiter von TermCoord, Terminologiedienst des Europäischen Parlaments). Der akademische Teil im Executive Committee wird durch Prof. Dr. Klaus-Dirk Schmitz (FH Köln), Prof. Dr. Frida Steurs (KU Leuven, Belgien), Prof. Dr. Georgeta Ciobanu (Politehnica” University of Timisoara, Rumänien) und ebenfalls neu Dr. Márta Fischer (Budapest University of Technology and Economics) vertreten. Petra Dutz (SDL) bringt die Sicht der Softwareindustrie mit ein.

TKE 2016, 12. Internationale Konferenz für Terminologie und Wissensverarbeitung in Kopenhagen

TKE 2016, 12. Internationale Konferenz für Terminologie und Wissensverarbeitung in Kopenhagen

Am 22. und 23. Juni 2016 trafen sich an der Copenhagen Business School unter Schirmherrschaft der GTW (Gesellschaft für Terminologie und Wissenstransfer) führende Wissenschaftler aus der ganzen Welt aus den Bereichen Terminologie und Wissensorganisation und referierten insbesondere zu Themen aus dem Bereich Terminologiedatenbanken und Linguistic Linked Open Data.
Den Tagungsband gibt es hier zum Download.

Büro b3 und Nürnberg vom 1. bis 3. Juni 2016 Gastgeber der 16. ETUG-Konferenz

Büro b3 und Nürnberg vom 1. bis 3. Juni 2016 Gastgeber der 16. ETUG-Konferenz

Die ETUG (European Trados User Group) hat dieses Jahr unter der Schirmherrschaft von Büro b3 nach Nürnberg zu ihrer alljährlich stattfindenden Anwenderkonferenz geladen.

54 Teilnehmer aus 11 Ländern, als Vertreter von 15 Unternehmen (darunter SAP, Volkswagen, Telekom, MAN Truck & Bus, Continental AG), 7 Sprachdienstleistern und 10 nationalen und internationalen Institutionen (darunter zwei deutschen Ministerien, Europäische Zentralbank EZB, EU-Parlament, World Intellectual Property Organisation WIPO, Europäisches Patentamt EPO, Internationale Atombehörde IAEA) tagten zwei Tage lang und tauschten sich mit Best Practices über die SDL-Produkte SDL Studio, SDL Multiterm, SDL Groupshare und SDL Worldserver aus. Sie legten außerdem dem Softwarehersteller SDL, der als Gast mit 6 Vertretern aus den Bereichen Client Services, Support und Produktmanagement ebenfalls teilgenommen hat, eine Liste mit über 70 neuen Produktanforderungen vor, über deren Dringlichkeit die Teilnehmer zuvor abgestimmt hatten. Eine Führung im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände mit anschließender Einkehr im Gutmann am Dutzendteich am Vortag der Tagung, sowie ein einstündiger Stadtspaziergang durch die Nürnberger Altstadt mit anschließendem Abendessen am ersten Konferenzabend bildeten den informellen Rahmen der Tagung.

Die ETUG besteht seit 2002 und trifft sich in der Regel jährlich zu einer zweitägigen Tagung, welche für zwei Jahre von einem Mitglied ausgerichtet wird. Sie hat zur Zeit 166 Mitglieder und wird von einer sechsköpfigen Lenkungsgruppe geleitet. Die ETUG-Konferenz 2017 wird satzungsgemäß erneut in Nürnberg stattfinden.

Weitere Informationen zur ETUG und die Möglichkeiten einer Teilnahme und Mitgliedschaft finden Sie in der SDL Community.