Einheitliche Sprache – Einheitlicher Auftritt

Anwendungsfall: Bühler

Einheitliche Sprache –
Einheitlicher Auftritt

Kunde: Bühler, weltweit agierender Maschinen- und Anlagenbauer

Als weltweit agierendes Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau hat Bühler einen umfangreichen mehrsprachigen Webauftritt. Um das Erscheinungsbild der darin enthaltenen Texte zu vereinheitlichen und die Anzahl nachträglicher Korrekturen zu verringern, sollte für deren Erstellung ein knapper, übersichtlicher Leitfaden für die deutsche und englische Sprache abgefasst werden.

Parallel dazu sollte eine der Übersetzung in weitere Sprachen vorgelagerte, toolgestützte Terminologie- und Rechtschreibprüfung eingeführt werden, um sowohl die Matchwerte bei der Übersetzung zu Erhöhen als auch die Sprachqualität in der jeweiligen Ausgangssprache (Deutsch oder Englisch) zu verbessern. Dieser Vorgang sollte zunächst durch die Übersetzungsmanager, später dann aber von den Autoren selbst ausgeführt werden.

Problem: Vielzahl an Autoren, die ohne gemeinsames Regelwerk schreiben

Die deutsch- und englischsprachigen Ausgangstexte werden von einer großen Anzahl verschiedener Autorengruppen wie Produktmanagern, Werbeagenturen und internen Fachleuten erstellt, weshalb auch die Übersetzungen entsprechend vielfältig ausfielen.

Außer den Corporate-Design-Regeln und den Regeln zur Markenarchitektur lagen bisher keine weiteren Hilfsmittel vor. Zwar wurde in der unternehmensinternen Technischen Dokumentation bereits ein Sprachprüfwerkzeug und ein Redaktionsleitfaden eingesetzt. Dieser war jedoch auf die Erstellung strukturierter technischer Dokumente ausgelegt und bot daher wenig Unterstützung für die sprachlich vielfältigeren marketingorientierten Texte.

Lösung: Kurzer unternehmensspezifischer und zweckorientierter Leitfaden

In Zusammenarbeit mit Bühler haben wir einen kleinen, übersichtlichen Leitfaden für die deutsche und englische Sprache erstellt. Jeweils auf einer DIN A4-Seite wurden darin die wichtigsten unternehmensspezifischen Regeln für Website-Inhalte zur Zeichensetzung und Groß- und Kleinschreibung vor allem im Hinblick auf Produktbezeichnungen, Überschriften und Ähnliches zusammengefasst.

Dabei wurden sprachliche wie formale Eigenheiten des Deutschen oder Englischen berücksichtigt, wie beispielsweise die Verwendung des Dezimalkommas bzw. des Dezimalpunkts oder die Schreibung von Genitivendungen im Deutschen mit -s anstelle von -es („des Siebs“ anstelle von „des Siebes“).

Zudem wurde im Leitfaden auf die korrekte Verwendung von Terminologie verwiesen.

Nutzen: Konsistente Übersetzungen und weniger nachträgliche Fehlerkorrekturen

Der entstandene Leitfaden dient als grundlegendes Regelwerk sowohl von muttersprachlichen Autoren neuer Texte für den Webauftritt als auch von muttersprachlichen Korrektoren deutscher und englischer Übersetzungen.

Somit ist unter anderem auch sichergestellt, dass nachfolgende Übersetzungen in andere Fremdsprachen, die auf diesen beiden Ausgangssprachen basieren, konsistenter und formal weniger fehlerbehaftet sind, auch wenn sie ggf. nicht das maschinelle Lektorat mit dem Sprachprüftool durchlaufen haben. Damit sollten sich auch die Matchwerte für nachfolgende Übersetzungen nochmals spürbar verbessern und die nachträglichen Fehlerkorrekturen an Ausgangstexten abnehmen.